Zwei Tage voller Austausch, Strategie und konkreter Fortschritte: Beim INCLUREG-Fortschrittstreffen in der Dienststelle der Deutschsprachigen Gemeinschaft für Selbstbestimmtes Leben (DSL) kamen die Projektpartner zusammen, um die nächsten Schritte Projekt zu definieren.
Im Fokus stand die gemeinsame Vision, die Arbeitsfähigkeit und Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung in der Großregion nachhaltig zu stärken. Die DSL eröffnete das Treffen mit einem Einblick in ihre Aufgaben und die besondere Rolle der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien.
Im Zentrum des ersten Tages stand die strategische Ausrichtung der kommenden Projektphase. Die Projektleitung (htw saar) erläuterte zunächst die Interreg-Logik mit ihren Outputindikatoren, an denen der Erfolg des INCLUREG-Projektes gemessen wird. Vor diesem Hintergrund wurden drei Schwerpunkte für die nächsten Monate definiert:
- Die Weiterentwicklung der Pilotprojekte in den Werkstätten
- Die Durchführung von Best-Practice-Besuchen
- Eine Studie zu Integrationshemmnissen auf den Arbeitsmärkten der Großregion
Im weiteren Verlauf präsentierten die Partner ihre Arbeitspakete und diskutierten zentrale Themen. Darunter waren die Teilnahme an Fachmessen, die Organisation von gegenseitigen Besuchertagen, sowie ein gemeinsames Sprachkursangebot, dass die Kooperation zwischen den Partnern in der Großregion weiter stärken soll.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Personalentwicklung in den Werkstätten. Stephan Schmider (htw saar) stellte die unterschiedlichen Werkstattsysteme in der Großregion im Hinblick auf Personaleinsatzplanung und Kompetenzdiagnostik vor.
Auch die Vernetzung mit Unternehmen und Verbänden wurde intensiv diskutiert. Bisher konnten bereits sieben von neun geplanten Industrie-Veranstaltungen und eine von vier Verbandsveranstaltungen realisiert werden. Künftig sollen verstärkt auch Termine in Frankreich, Belgien und Luxemburg genutzt werden, um Arbeitgeber für inklusive Beschäftigung zu sensibilisieren. Ergänzend verfolgt unser Projekt das Ziel, Betriebe aus Produktion, Handwerk, Dienstleistung und Handel zu interviewen, um ein präziseres Bild von Erwartungen und Barrieren auf dem ersten Arbeitsmarkt zu erhalten.
Der zweite Tag des Fortschrittstreffens stand stärker im Zeichen der Perspektive der Beschäftigten. Die Projektgruppe stellte den Stand der Mitarbeiterbefragung zur Arbeitszufriedenheit vor. Die Auswertung der Daten läuft, ein Ergebnisbericht liegt im Frühjahr 2026 vor. Die Erkenntnisse fließen direkt in die Ausgestaltung der Pilotprojekte in den Werkstätten ein. Des Weiteren wurde das Grundgerüst des Weiterbildungsprogramms des Projektpartners ed-media vorgestellt.
Das Fazit nach zwei intensiven Tagen fällt positiv aus: INCLUREG ist inhaltlich gut aufgestellt, die Zusammenarbeit der Partner über vier Länder hinweg funktioniert, und die nächsten Meilensteine sind klar definiert. Das Fortschrittstreffen in St. Vith hat deutlich gemacht, dass die Großregion gemeinsam daran arbeitet, die Arbeitsfähigkeit und Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung nachhaltig zu stärken.